DPSG Rulle - Zeltlager
Zeltlager 2010 in Haselünne - Rückblick
Wie gewohnt machten wir Ruller Pfadfinder uns abermals über die Pfingstfeiertage auf den Weg ins Zeltlager - diesmal ging es nach Haselünne. Unter dem Motto „Weltreise“ verbrachten wir fünf Tage auf unterschiedlichsten Kontinenten. Der Samstag in England begann mit einem schönen englischen Frühstück – also Rührei, Würstchen und Bohnen. Welches Kind das nicht mochte, behalf sich mit Nutellabroten, um gestärkt in die Highlandgames zu starten. Hier traten die Gruppen im Leiterschubsen, Tauziehen, Zwergenweitwurf und Leiterkegeln gegeneinander an. Nachmittags mussten die Kinder beim Rugbyturnier zeigen, wer im Gerangel der Stärkste ist. Dabei kristallisierten sich zwei Techniken heraus, die am erfolgreichsten waren: Entweder flink und schnell mit dem Ball zwischen den Gegnern durchflitzen und sich dabei zupassen, oder aber Kollisionen in Kauf nehmend – oder gar provozierend – stur geradeaus in Richtung gegnerischer Torlinie zu stampfen und sich bloß nicht umhauen zu lassen. Bei diesem körperbetonten Sport gab es natürlich einiges an Kritik von den Trainern und Spielern an den Referees, die jedoch ohne mit der Wimper zu zucken Zeitstrafen und Strafstöße verteilten, wenn es nötig war.
Das Wetter war ein Glück im ganzen Zeltlager so gar nicht englisch: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und kein Tropfen Regen – so wie übrigens die letzten zwei Zeltlager davor auch. Petrus scheint uns wohl gesonnen, sodass wieder ausgiebig in der Hase gebadet und Kanugefahren werden konnte. Bei Einbruch der Dunkelheit trat dann noch, wer sich denn traute, zum Gruselmarsch an. Heimgesucht von Wasserkraken und Waldgeistern geriet die Niederlage der Münchner im Championsleague-Finale zur Nebensache.
Dass wir sonntags früh in Amerika gelandet waren, bekamen die Kinder schon morgens um sieben Uhr zu spüren, als sie plötzlich im „Boot Camp“ aufwachten: Unter Megafoneinsatz wurden sie von mehreren Officern aus ihren Zelten gescheucht und danach zum Lauf um den Zeltplatz geschickt. Von dieser Anstrengung konnte man sich danach im Gottesdienst und im Freibad wieder erholen. Bei der Sprungweltmeisterschaft vom Ein- und Dreimeterbrett schließlich gewann Karim mit dem legendären Sprung „Magic Günni“, der an diesem Nachmittag von keinem Doppel-, Rückwärts- oder Schraubensalto getoppt werden konnte. Die „Hast’e nicht drauf Show“ an diesem Abend war ebenfalls ein Highlight, das das Zwerchfell und die Bauchmuskeln doch sehr in Anspruch nahm. Ein Glück war noch niemand so k.o., als dass wir die 40-60 Überfäller, die in dieser Nacht kamen, nicht locker noch platt gemacht hätten.
In einem ganz anderen Kulturkreis ging schließlich am Montag die Sonne auf: Wir waren in China gelandet. Das Essen mit Stäbchen ist gar nicht so einfach und Glückskekse eine ganz leckere Sache, waren zwei Erkenntnisse dieses Tages. Die Kinder bastelten mit Eifer Origami und Schriftzeichen, formten Gibsmasken, bemalten Seide oder spielten das nicht ganz chinesische, sondern beliebte japanische Hindernisspiel Takeshi’s Castle. Ein großes Stadtspiel in Haselünne gab es auch noch, bei dem der Code von Schatztruhen geknackt werden musste. Damit neigte sich unser Zeltlager auch schon dem Ende zu. Unsere Reise endete am Dienstag in Italien mit leckeren Eiswaffeln und einer letzten Runde Englische Bulldogge - dem Spiel, das für die Kinder schon zu einer der wichtigsten Traditionen in unseren Zeltlagern geworden ist.
Da bleibt für uns Leiter nur zu sagen: Hauptsache, die Kinder und das Wetter sind im nächsten Jahr wieder so weltmeisterlich!
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